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Katzendiabetologie, Ihr Informations- und Zweitmeinungsoprtal: Ein offenes Wort

Herzlich willkommen auf unserer Katzendiabetologie-Seite, Ihrem Informations- und Zweitmeinungsportal.
Mit dieser Seite verfolgen wir zwei Ziele:

In der Humanmedizin sind Patientenschulungen ein fester und wichtiger Bestandteil der Therapie für jeden Betroffenen, denn der Patient muss lernen, mit den verschiedenen Situationen seines Diabetes richtig umzugehen. In der Tiermedizin wird das nur all zu häufig vernachlässigt. Tierhalter, die nach bereits erfolgter, monatelanger Insulin-Therapie als einziges wissen, zu welcher Uhrzeit sie eine bestimmte Insulinmenge verabreichen sollen, sind leier keine Seltenheit.

Mit "nur zwei Spritzen am Tag" ist eine gute Einstellung i.d.R. zu erreichen. Es gibt einige Dinge, die Sie erlernen und beachten sollten:

  • Verzichten Sie bitte keinesfalls auf tägliche Blutzuckermessungen "Homemonitoring" genannt.
    Regelmäßiges Homemonitoring ist das erste Gebot(!) für eine gute und langandaunde Gesundheit des diabetischen Patienten. In der Humanmedizin wäre eine Insulintherapie ohne Blutzuckermessungen (auch oder gerade bei Kindern) aus gutem Grund undenkbar... Gemessen wird bei der Katze nicht am Finger, bzw. der Pfote, sondern am Ohr.
  • Die vielfach propagierte "stationäre Einstellung" beim Tierarzt - notgedrungen unter Stress - und eine erneute Kontrolle der Blutzuckerwerte erst nach Wochen, ergeben wenig Sinn und keine Sicherheit für den Patienten. Ein solches Vorgehen ist kein Ersatz für das regelmäßige Erfassen der Blutzuckerwerte in entspannter häußlicher Umgebung.
    Wenn eine überhöhte Insulindosis erst nach Wochen kontrolliert wird, kann es in der Zwischenzeit zur Insulinresistenz oder lebensgefährlichen Unterzuckerungen bzw. Ketoacidosen kommen. Auch dieser Punkt wird in der Humanmedizin ganz anders gehandhabt: Die Empfehlung zur täglichen Blutzuckermessung ist Grundvoraussetzung für eine adäquate Einstellung!
  • Informieren Sie sich über häufige Komplikationen und deren z.T. lebensbedrohlichen Folgen.
    Begriffe wie z.B."Ketonkörper/Ketoacidose", "Gegenregulation" oder "Insulinresistenz" sind vielen Tierhaltern (und Tierärzten) unbekannt. Auch Harnwegsinfekte werden häufig nicht berücksichtigt.
  • Verwenden Sie nur geeignete Futtersorten. Die als "Diabetesfutter" deklarierten Futtermittel sind i.d.R. kaum für diese Erkrankung geeignet.
    Auch wenn sie "speziell für Diabeteskatzen" und beim Tierarzt verkauft werden, enthalten fast alle dieser Produkte Getreide oder Getreidebestandteile und sind deshalb - gerade für diabetische Patienten - ungeeigneter als zucker- und getreidefreie Dosennahrung vom Discounter oder Zoofachgeschäft. Getreide enthält Stärke, welche chemisch zu den Kohlenhydraten (Zucker) gehört. Kohlenhydratarmes, "normales" Futter ist in jedem Falle besser geeignet, denn es sorgt für niedrigere Blutzuckerwerte und einen geringeren Insulinverbrauch.

    Fachbücher, die kein Homemonitoring kennen und veraltete Therapiestandards vertreten, gehen nur von ca. anderthalb Jahren Überlebensdauer beim felinen Patienten aus. Eine gute Einstellung der diabetischen Katze gilt deshalb vielerorts noch immer als schwierig bis unmöglich - was bei einer optimalen Therapie jedoch nicht den Tatsachen entspricht.

    Zitat: "Die berichtete mittlere Überlebenszeit beträgt 17 Monate, wobei in Betracht gezogen werden muss, dass das Durchschnittsalter bei der Diagnosestellung zwischen 10 - 13 Jahren beträgt." (Aus "Praxishandbuch Katzenkrankheiten", Jacquie Rand, Urban & Fischer Verlag, 1. Auflage 2009, Seite 278)

    In der Tiermedizin gibt es - im Gegensatz zur Humanmedizin - kein einziges Fachbuch, welches sich ausschließlich dem Thema Diabetes widment. Abgehandelt wird dieses Thema in Büchern zur Inneren Medizin, wo es nur ansatzweise erfaßt werden kann.

    So finden sich im derzeit umfassendsten tiermedizinischen, internistischen Fachbuch "Innere Medizin der Kleintiere", Herausgeber Richard W. Nelson, C. Guillermo Couto, Elsevier Verlag 2009 exakt 39,5 Seiten aktuelles Diabeteswissen (zwischen dem grünen und roten Lesezeichen) für Hund und Katze gemeinsam (links). Nur 11,5 Seiten beschäftigen sich speziell mit dem Diabetes der Katze. Dem stehen 830 (!) Seiten im Diabetologiebuch aus der Humanmedizin (rechts) gegenüber... (Diabetologie in Klinik und Praxis: Das Referenzwerk für die alltägliche Praxis, Herausgegeben von Mehnert, Standl, Usadel, Häring, Thieme Verlag)

    In der Humanmedizin behandelt der Diabetologe nur eine (Tier)art und eine Erkrankung. Und das aus gutem Grund! Denn Diabetes mellitus ist eine sehr komplexe Erkrankung, die ein umfassendes Fachwissen erfordert - bei Katzen nicht anders als beim Menschen.
    Unser Interessenschwerpunkt gilt dem felinen Diabetes - wie an dieser Homepage unschwer zu erkennen ist. Wir möchten Ihnen helfen, diese Erkrankung besser zu verstehen.

    In der Humanmedizin heißt es dazu: "Das Ziel der Patientenschulung besteht darin, eine selbstständige und bewußt handelnde Persönlichkeit heranzubilden, die die Eventualitäten im Tagesablauf eines (...) Diabetes-Patienten Rechnung tragen kann."
    "Aus Patienten sollen Experten werden."
    (Aus "Diabetologie in Klinik und Praxis", Herausgegeben von Hellmut Mehnert, Eberhard Standl, Klaus-Henning Usadel, Hans-Ulrich Häring, 5. Auflage, Thieme Verlag, Seite 336. )

    Diesem letzten Satz schließen wir uns gerne an. Werden Sie zum Experten! Eine Katze, die schon bald kein Insulin mehr benötigt, oder aber eine gut eingestellte Katze, die sich rundum wohl fühlt, wird Ihnen Ihre Mühe danken.

    Unter dem Stichpunkt "Basics - Der Schnelleinstieg" haben wir die wichtigsten Punkte für einen optimalen Einstieg erwähnt und verlinkt. Alle Fachbegriffe sind mit diesem Symbol gekennzeichnet. Bei der Berührung mit der Maus erscheint eine leicht verständliche Erklärung.

    Und sollten Sie Hilfe benötigen, scheuen Sie sie sich bitte nicht, uns diesbezüglich anzusprechen. Wir stehen Ihnen gerne mit einer zweiten medizinischen Einschätzung (Zweitmeinung) zur Verfügung. Mehr Information zur Zweitmeinung erhalten Sie hier.

    Letzte Änderung 06.06.2017

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    Als Internisten für Katzen mit Schwerpunkt Katzendiabetes und Begleiterkrankungen, haben wir unsere L E I S T U N G E N speziell auf diabetische Patienten zugeschnitten:

    - Zweitmeinung per Telefon für alle Patienten die nicht aus München oder der Umgebung kommen
    - Erreichbarkeit für Bestandskunden fast rund um die Uhr - auch am Wochenende oder an Feiertagen
    - Hausbesuche im gesamten süddeutschen Raum
    - Längerfristige Betreuung bei der Einstellung aufgrund von akutell zugesandten Blutzucker- und Ketonwerten
    - Betreuung bei spezifischen Anforderungen (z.B. Narkosevorbereitung oder Begleiterkrankungenn)
    - Zahnsanierungen, kleine chirurgische Eingriffe,
    - Ermittlung der wichtigsten Blutwerte im hauseigenen Labor noch am gleichen Tag,
    - moderne Diagnoseverfahren (z.B. Ultraschall o. Endoskopie)
    - Aufnahme stationärer Patienten (z.B. Ketoacidose)

    Alle tierärztlichen Leistungen werden lt. GOT berechnet.

    Von einer guten Zusammenarbeit zwischen Tierhalter und Tierarzt profitiert in erster Linie der diabetische Patient. Und dieser steht im Mittelpunkt all unserer Bemühungen.
    Aus diesem Grunde arbeiten wir am liebsten mit interessierten Tierhaltern zusammen und werden auf Ihre Fragen niemals ärgerlich oder arrogant reagieren.

    WIR FREUEN UNS AUF EINE GUTE PARTNERSCHAFT!

    Sie erreichen uns folgendermaßen:

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