Wichtigste Basics für den Schnelleinstieg

Bitte lesen Sie die folgenden Informationen in aller Ruhe. Die Zeit, die Sie heute zum Lernen investieren, sparen Sie später vielfach wieder ein, indem Sie mögliche Behandlungsfehler von vornherein erkennen und umgehen können.


Diagnose


Eine sichere Diagnose "Diabetes mellitus" ist ohne die Messung des Langzeitzuckerwertes, Fructosamin genannt, nicht möglich. Bei Katzen können erhöhte Blutzuckerwerte auch durch Stress (z.B. beim Tierarztbesuch) verursacht werden. Der Blutzucker normalisiert sich in stressfreier Umgebung in wenigen Stunden von allein. Erhält ein gesunder, nichtdiabetischer Patient Insulin, kann das zur lebensgefährlichen Unterzuckerung führen!
Liegt kein Fructosaminwert vor, passt jedoch die Symptomatik (Heißhunger, Polydipsie, Polyurie, Gewichtsverlust), sollten Sie beginnen, den Blutzucker zu Hause selbst zu kontrollieren - siehe Punkt "Blutzuckermessung/Homemonitoring". Ist dieser in stressfreier Umgebung erhöht, liegt ein Diabetes vor.
Das Gleiche gilt auch, wenn ein Fructoaminwert vorliegt. Denn ohne Homemonitoring ist eine gute Einstellung dauerhaft nicht möglich.
Das Homemonitoring selbst ist - entgegen eines häufigen Vorurteils - nicht(!) verantwortliche für erhöhte Werte, auch wenn anfangs mehrere Versuche nötig sein können, bis ein Ergebnis erzielt wird. Links:
Wie wird Diabetes mellitus diagnostiziert?
Was passiert, wenn bei Falschdiagnose einer gesunden Katze Insulin verabreicht wird?


Insulintherapie


Diabetische Patienten benötigen Insulin! Unbehandelt ist ein Diabetes mellitus eine fortschreitende und letztlich tödlich verlaufende Erkrankung.
Bitte zögern Sie nicht und beginnen Sie sofort mit der Insulintherapie. Eine Ausnahme bilden Patienten mit nur leicht erhöhten Blutzuckerwerten (Beginn der Erkrankung), welche bisher ungeeignetes Futter (i.d.R. Trockenfutter) erhielten. Bei Umstellung auf kohlenhydratarme Nassfuttersorten können hier z.T. wieder physiologische Blutzuckerwerte erreicht werden und eine Insulintherapie kann (unter weiterer Kontrolle der Blutzuckerwerte) unnötig sein oder wieder beendet werden. Die Blutzuckerwerte sollten sich jedoch innerhalb von drei bis vier Tagen normalisieren.
Für alle anderen Fälle gilt: Die richtige Insulindosierung ist toleranzlos und individuell für jede Katze. Das Gewicht des Patienten spielt dabei KEINE Rolle. Abweichungen von nur einer viertel Einheit führen zu unbefriedigenden Ergebnissen. Das bedingt ein Arbeiten mit großer Sorgfalt bei z.T. winzigen Insulinmengen.
Links:
Was ist Insulin, wozu wird es benötigt?


Maßeinheiten Insulin


Insulin wird in "Internationalen Einheiten" gemessen.
Bitte versuchen Sie niemals, Insulin in Millilitern abzumessen. Milliliter sind hierfür eine viel zu grobe Maßeinheit. Übertragen gesagt: Niemand kauft Zucker für den Hausgebrauch in Tonnen.
Sollte Ihnen Ihr Tierarzt Insulin in Millilitern verschreiben, spricht das gegen eine ausreichende Erfahrung beim Felinen Diabetes.
Mit Millilitern als Maßeinheit werden Sie Ihre Katze nicht einstellen können.


Blutzuckermessung Homemonitoring


Homemonitoring ist essentiell für eine gute Einstellung. So wie beim Menschen am Finger, wird bei der Katze am Ohr mehrmals täglich(!) der Blutzucker bestimmt. Homemonitoring, wie diese stressfreie Blutzuckerkontrolle genannt wird, kann von jedem interessierten Tierhalter erlernt werden.
Die in der Tiermedizin häufig empfohlene Bestimmung ausschließlich einer Tageszuckerkurve alle vier Wochen, ist allein auf die Wünsche vieler Tierhalter ausgerichtet, nicht jedoch auf die Bedürfnissen des Patienten. Eine einzelen Tageskurve im mehrwöchtigem Abstand, ist für eine Einstellung völlig unzureichend und in etwa so aussagekräftig wie ein zufällig gewürfeltes Ergebnis. Deshalb wird eine solche Vorgehensweise auch ausschließlich in tier(!)medizinischen Fachbüchern empfohlen. In jedem humanmedizinischen Fachbuch wird stets zur täglichen Blutzuckerkontrolle geraten; auch bei Kindern, denen man die Sinnhaftigkeit ebenso wenig erklären kann, wie einer Katze.
Homemonitoring ist keine "Tierquälerei", wie manchmal fälschlicherweise behauptet wird. Ganz im Gegenteil: Eine mangelhafte Einstellung, bei der der Patient trotz ständigem Heißhunger, immer weiter abnimmt oder lebensgefährlich unterzuckert, durch Überdosierungen und Gegenregulation zu ständig höheren Blutzuckerwerten getrieben wird etc. pp, darf getrost als sprichwörtliche Folter für den Patienten bezeichnet werden. Das Gleiche gilt für unter diesen Umständen häufig eintretende Komplikationen (z.B. eine lebensgefährliche Ketoazidose), welche mittels geeignetem Homemonitoring vermieden werden können.
Links:
Was ist Homemonitoring?
Warum soll ich Homemonitoring durchführen - geht es nicht auch ohne?
Wie geht man der Reihe nach beim Homemonitoring vor?
Ist das Homemonitoring nicht "Tierquälerei"?


Maßeinheiten Blutzucker


Es gibt zwei Maßeinheiten für die Blutzuckermessung: "mg/dl" und "mmol/l".
Das ältere Maß "mg/dl" ist derzeit noch verbreiteter. Wir haben es auch für diese Seite genutzt.
Der Umrechnungsfaktor von mg/dl in mmol/l beträgt 0,0555: (100 mg/dl x 0,0555 = 5,55 mmol/l). Der Umrechnungsfaktor von mmol/l ind mg/dl beträgt 18,0182: (5,55 mmol/l x 18,0182 = 100 mg/dl


Insulinarten


Die für Katzen zugelassenen Insulinpräparate "Caninsulin" und "ProZinc" aus der Tiermedizin, sind laut den Ergebnissen einiger Studien und auch unserer Erfahrung nach weniger gut geeignet als die Insulinanaloga aus der Humanmedizin.
Letztere führen bei richtiger Anwendung eher zu den gewünschten flachen/"suppentellerartigen" Blutzuckerkurven.
Links:
Ist Caninsulin für meine Katze geeignet?
Warum wird Katzen immer Caninsulin verschrieben?
Welches Insulin ist für Katzen geeignet?
ProZinc - Ein Insulin speziell für Katzen?


Links im Bild Caninsulin in der Durchstichflasche, rechts die besser geeigneten Insulinanaloga Lantus (lila) und Levemir (grün) aus der Humanmedizin. ProZinc-Insulin, ein in der Humanmedizin veraltetes Insulin, neu und speziell für Katzen zugelassen - aber nicht optimal für diese Tierart, wie Studien belegen.

Insulinstärken/ -konzentrationen


Es gibt verschiedene Insulinkonzentrationen: 40er und 100er Insulin. Die Konzentration gibt an, wie viele IE in einem Milliliter des Präparates enthalten sind. Caninsulin und ProZinc sind 40er Insulin (40 IE pro ml); Lantus und Levemir gehören zum 100er Insulin (100 IE pro ml). Für die unterschiedlichen Insulinkonzentrationen gibt es auch unterschiedliche Insulinspritzen. Man erkennt eine Insulinspritze an den ultrafeinen angeschweißten(!) Nadeln und dem Aufdruck "IE" für "Internationale Einheiten". Spritzen mit "ml"-Aufdruck und abnehmbarer Nadel sollten nicht verwendet werden - sie sind für diese Zwecke viel zu grob. Bitte verwenden Sie jede Spritze nur einmal!
Links:
Wie wird Insulin gemessen?
Welche Spritzen passen zum Insulin?
Kann ich die Spritzen mehrmals verwenden?

Oben im Bild eine Insulinspritze mit kurzer, dünner, angeschweißter Nadel. Unten im Bild die viel grobere Tuberkulinspritze (in ml skaliert) mit dazu erhältlichen Einmalkanülen, die nicht für Insulin geeignet ist. Insulinspritze noch einmal in Großaufnahme: Ganz feine Nadeln machen die Injektion auch für Anfänger einfach.

Häufigkeit Insulininjektionen


Insulin wird bei Katzen immer zweimal(!) täglich nach(!) dem Füttern verabreicht, also alle zwölf Stunden. Das gilt auch für sogenanntes "Langzeitinsulin", wie die humanmedizinischen Insulinanaloga Levemir und Lantus.
Links:
Wie häufig muss das Insulin gespritzt werden?
Wird vor oder nach dem Füttern gespritzt?


Lokalisation Insulininjektion


Gespritzt wird prinzipiell an der seitlichen Flanke - oder anders ausgedrückt, in etwa da, wo beim Pferd der Sattel liegen würde. Ein Abstand von 3 cm beidseitig zur Wirbelsäule ist dabei Pflicht.
Spritzen Sie Ihre Katze niemals in den Nacken oder in die Nähe der Wirbelsäule! Eine aggressive Krebserkrankung (Fibrosarkom) könnte die Folge sein. Injektionen in den Nacken gelten schon seit Jahrzehnten als veraltet und gefährlich. Sie sind niemals medizinisch notwendig - egal ob Insulin, Impfungen oder sonstige Medikamente verabreicht werden.
Links:
Wohin muss ich meine Katze spritzen?

Die geeignete Injektionsstelle ist grün unterlegt. Sie befindet sich zwischen dem Ellbogen- (roter Punkt) und dem Kniegelenk (blauer Punkt) mit einem Abstand von 3 cm beidseitig zur Wirbelsäule.


Einstellung


Eine stationräe Einstellung beim Tierarzt ist wenig empfehlenswert. Denn eine gute Einstellung benötigt Zeit - meist Wochen bis Monate - und vor allem eine stressfreie Umgebung. Bei Stress erhöhen sich die Blutzuckerwerte. Die Einstellung sollte deshalb besser zu Hause mittels Homemonitoring erfolgen. Blutzuckerwerte, die während eines stationären Aufenthaltes gewonnen werden, sind aus diesem Grunde wenig aussagekräftig, sondern i.d.R. höher als in stressarmer Umgebung. Die häufige Folge einer "Einstellung" beim Tierarzt sind Insulinüberdosierungen, welche nach der Entlassung zur plötzlichen und teils lebensgefährlichen Hypoglykämie des Patienten führen können.
Links:
Kann man die Katze stationär über einige Zeit beim Tierarzt einstellen lassen?
Welche Blutzuckerwerte sind für diabetische Katzen erstrebenswert?
Wie sieht die Insulin-Einstellung zu Hause aus?


Gegenregulation


Im Volksmund heißt es: "Viel hilft auch viel!" Beim Insulin ist das leider nicht der Fall! Insulinüberdosierungen führen meist nicht sofort zu einer Unterzuckerung, sondern anfangs häufig zu einem Blutzuckeranstieg! Was paradox klingt, hat seinen Sinn: Der Körper "neutralisiert" das Insulin und sichert so sein Überleben. Man spricht von einer "Gegenregulation". Wird diese vom Tierarzt verkannt und die Dosis nicht reduziert, sondern "der hohen Blutzuckerwerte wegen" noch weiter erhöht, kommt es in der Folge zur Insulinresistenz - d.h. der Körper reagiert auch auf viel Insulin nur noch unzureichend oder gar nicht. Überdosierungen sind der häufigste Behandlungsfehler!
Wenn die ständigen Dosiserhöhungen letztlich die Widerstandskraft des Organismus übersteigen, kommt es zur tödlichen Hypoglykämie.
Jeder Tierhalter sollte um dieses Phänomen wissen und lernen, Gegenregulationen zu erkennen. In der Tiermedizin sind Gegenregulationen bisher kaum beschrieben und bekannt. Steigen die Werte plötzlich an, suchen Fachbücher i.d.R. die Schuld bei fehlerhaften Injektionen durch den Tierhalter. Sie können deshalb leider nicht in jedem Fall davon ausgehen, dass Ihr Tierarzt eine Gegenregulation erkennt bzw. mit diesem Überlebensmechanismus vertraut ist.
Links:
Was versteht man unter einer Gegenregulation?
Wie sieht der Verlauf von der ersten Insulindosis bis zur tödlichen Überdosierung aus?
Wie erkenne ich eine Gegenregulation?


Startdosierung


Eine niedrige Startdosierung ist deshalb sehr wichtig. Die Dosierhinweise im Beipackzettel der Hersteller beziehen sich auf eine Fütterung mit beim Tierazrt erhältlichem "Diabetesfutter" verbreiteter Marken, wie z.B. Royal Canin und Hills. Diese Produkte enthalten jedoch im Vergleich zu besser geeigneten Futtersorten aus dem normalen Handel (Discounter oder Zoofachgeschäft) zu hohe Kohenhydratanteile (in Form von Getreide oder dessen Bestandteile). Wird die Katze kohlenhydratarm ernährt (NfE unter 10% - d.h. ohne Zucker- oder Getreidezusatz), benötigt sie i.d.R. deutlich weniger Insulin. Die Startdosierungen der Hersteller sind dann nach unserer Erfahrung zu hoch!
Auch eine viertel oder halbe Einheit ist für manche Katzen schon eine zu hohe Dosierung. Lassen Sie sich bitte nicht von den augenscheinlich extrem geringen Insulinmengen beeinflussen. Insulin ist sehr konzentriert und mengenmäßig nicht mit anderen Medikamenten, wie z.B. einem Antibiotikum zu vergleichen! Bei moderatem Diabetes kann ein Tröpfchen von einem Millimeter Durchmesser - auf unserer Seite als "Touch" bezeichnet für manche Patienten ausreichen.
Besondere Beachtung verdienen Patienten mit hohen Ketonkörpern. Hier wird i.d.R mit einer etwas höheren Dosis gestartet.
Links:
Wie erkenne ich eine Gegenregulation oder Insulinresistenz?
Wie viel Insulin braucht meine Katze?
Was ist die richtige Startdosierung?
Mit welchen Dosierungen wird gearbeitet?


Ketonkörpermessung


Ketoazidosen sind eine der häufigsten Todesursache bei diabetischen Patienten. Gerade zu Beginn(!) der Therapie sollten deshalb die Ketonkörper täglich kontrolliert werden. Ketonkörper bilden sich vor allem, wenn der Patient (noch) nicht ausreichend mit Insulin versorgt wird.
Gemessen wird, wie beim Hometesting, vom Tierhalter selbst am Ohr des Patienten - allerdings mit einem anderen Messgerät und anderen Teststreifen. Eine Messung der Ketonkörper im Urin ist veraltet und zu ungenau und deshalb nur bedingt empfehlenswert, wenn noch kein Homemonitoring durchgeführt werden kann.
Nimmt der diabetestypische Heißhunger des Patienten plötzlich ab, kann dies ein erstes Anzeichen für eine drohende Ketoazidose sein. Schnelles Handeln ist hier wichtig, denn eine lebensbedrohliche Ketoacidose kann innerhalb von Stunden entstehen. Diabetespatienten, die ihre Nahrung verweigern sind immer ein Notfall!
Die Aussage mancher Tierärzte, dass Ketonkörper bei diabetischen Tieren völlig normal und kein Grund zur Besorgnis sind, ist falsch und für den Patienten u.U. lebensgefährlich!
Links:
Was sind Ketonkörper?
Wie misst man Ketonkörper?
Was ist eine Ketoazidose?
Welche Symptome treten bei einer Ketoazidose auf?


Futter


Meiden Sie kohlenhydratreiches Futter, wie z.B. Nassfutter mit Getreide oder Zucker, sowie die meisten Trockenfutter. Auch der Kohlenhydratgehalt von speziell für Diabetiker konzipierten Trockennahrungssorten der großen Marken (Royal Canin, Hills etc.) liegt über dem Kohlenhydratgehalt von zucker- und getreidefreien Nassfuttersorten, welche man sogar beim Discounter erhält. Geeignetes Futter muss also gar nicht teuer sein!
Der Kohlenhydratgehalt (NfE) sollte nicht über 10 % liegen. Leider muss er vom Hersteller nicht angegeben werden. Sie können den NfE jedoch mit unserem Kohlenhydratrechner selbst errechnen bzw. überprüfen.
Links:
Welches Futter ist für eine Diabeteskatze geeignet?

Spezielle Futtersorten für Diabeteskatzen enthalten Getreidebestandteile, also Stärke, die zu den Kohlenhydraten gehört. Stärke kann wie Zucker nur mit Insulin verstoffwechselt werden. Derartige Futtersorten sind deshalb keine erste Wahl..
Futtermittel mit einem NfE (Kohlenhydratgehalt) von > 10% sind am besten geeignet. Es gibt sie in jedem Zoofachhandel oder Discounter - aber leider nicht beim Tierarzt. Lesen Sie das Kleingedruckte auf den Futterdosen sorgfältig. Auch innerhalb einer Sorte kann die Zusammensetzung variieren. (Stand der Zusammensetzung auf den Fotos 2013)

Futterumstellung


Eine Futterumstellung von einem ungeeigneten, kohlenhydratreichen Futter auf ein geeignetes kohlenhydratarmes Produkt ist für eine gute Einstellung sehr empfehlenswert. Beim Futterwechsel muss das Insulin ebenfalls angepasst werden, da es sonst zu lebensgefährlichen Unterzuckerungen kommen kann. Ein konstantes Homemonitoring ist daher wichtig. Tauscht man das Futter vorsichtig Anteil für Anteil aus, reduziert sich die Gefahr einer Hypoglykämie oder einer Gegenregulation.
Links:
Was ist bei der Futterumstellung Trocken- zu Nassfutter zu beachten?


Futtermenge


Uneingestellte Diabetiker benötigen im Vergleich zur gesunden Katze ein Vielfaches an Nahrung, denn sie können diese nur zu einem geringen Teil verwerten. Patienten, die 600 bis 800 g Futter pro Tag aufnehmen, sind keine Seltenheit. Die Insulinmenge sollte dabei dem Futterbedarf angepasst werden - nicht umgekehrt!
Gefüttert wird mehrmals am Tag - wir empfehlen alle vier Stunden. Ebenso in der Nacht; auch hier sollte die gleiche Futtermenge zu den gleichen Zeiten zur Verfügung stehen. Diabetespatienten dürfen niemals hungern! Zu wenig Nahrung, also "Hungern", kann zu hohen Ketonwerten und einer Ketoacidose führen.
Verzeichnen Sie unter Insulintherapie eine unerwünschte, ständige Gewichtszunahme, sollte eher das Insulin als das Futter gekürzt werden. Denn zu viel Insulin erhöht den Apetit und "mästet" den Patienten.
Links:
Wie oft sollte ich wie viel füttern?
Kann man diabetische Patienten mit Insulin „mästen“?


Bei einer adäquaten Therapie (Homemonitoring, Vermeiden von zu hohen Insulingaben, geeignetes Futter, Kontrolle der Ketonwerte, Therapie von Harnwegsinfekten etc.) erreicht ca. die Hälfte der Patienten eine Remission und benötigen ab diesem Zeitpunkt kein Insulin mehr.

Aber auch wenn sich keine Remission einstellt, hat eine gut eingestellte diabetische Katze die gleiche Lebensqualität und -erwartung wie ihre gesunden Artgenossen.

Letzte Änderung 04.07.2017


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